i2b express
04 | 2024
9/26

Visionen:

Der Fokus sollte klar sein

Andreas Kottisch und Dirk Schwampe erinnern sich an die Gründung von i2b vor 25 Jahren und daran, wie wichtig Visionen sind – für jedes Vorhaben. Hier erklären sie gemeinsam, warum innovative Ideen unser Leben positiv gestalten können und damit die Chance auf eine gute Zukunft bieten.

Warum lohnen sich Visionen?

Nur wenn einigermaßen klar ist, wie – und das natürlich in positiver Hinsicht –  die Zukunft aussehen könnte oder besser noch sollte, können entsprechende Entwicklungen – in gewisser Weise auch ein bisschen mit so etwas wie einer Schwarmintelligenz – befördert werden. Visionen sind die Voraussetzung, um Stagnation in der Gegenwart zu verhindern. Wird eine Vision aktiv umgesetzt, so gewinnt sie Gestaltungskraft. Trifft diese Vision auf eine breite Zustimmung im Aktionsradius, zum Beispiel der Bevölkerung, so gestaltet sie Zukunft aktiv mit. Handelt es sich um eine positive, lebensbejahende Vision, so haben wir die Chance auf eine gute Zukunft.

Was war damals Ihre Vision von i2b?

Belegt ist, dass Innovationen oft zufällig erfolgen. Wir erhöhen – durch das Zusammenbringen möglichst vieler kreativer Geister aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und die Inspiration durch gute und attraktiv aufbereitete inhaltliche Schwerpunkte dieser die Wahrscheinlichkeit für solche Zufälle. Das Provozieren von Wahrscheinlichkeiten in einer aktiven, offenen und lebendigen Netzwerk-Community war von Anfang an die Idee.

Wie haben Sie sich auf den Weg gemacht? Und wie lange dauerte es, bis sich erste Erfolge abzeichneten?

Gleich das erste i2b meet up im Jahre 2000, damals noch sehr IT-getrieben, war mit etwas unter 100 Teilnehmenden ein großer Erfolg für uns. Die Community ist dann sehr schnell gewachsen und hat sich zu einem branchenübergreifenden Meta-Netzwerk entwickelt. Dank unserer Kooperationspartner konnten wir das Netzwerk stetig ausbauen.

Die neben unseren Veranstaltungsformaten heute existierenden Channels wie die Website, die mediale Begleitung durch Videos vor sowie nach den Veranstaltungen, die daily i2b news sowie der i2b express wurden seitens der Community sehr gut angenommen und sind zu einem festen Bestandteil unserer Multi-Channel-Strategie geworden. Gleiches gilt im Übrigen für das jetzt kürzlich gestartete Format i2b next level. Nach fast 25 Jahren gibt es schließlich auch in Bezug auf unsere Community in vielfacher Hinsicht eine Art New Generation.

Welche Hindernisse gab es – und wie sind Sie damit umgegangen?

Eine große Herausforderung für uns war die Corona-Zeit. Hier war die Durchführung von Veranstaltungen nur sehr eingeschränkt möglich. Wir haben die Veranstaltungen dann im Internet übertragen und so der Community die Inhalte präsentiert.  Als sich die Bedingungen dann lockerten, konnte unsere Community wieder Schritt für Schritt in Präsenz teilnehmen. Am Ende haben wir dann wieder auf die reine Präsenzveranstaltung umgestellt. Das persönliche Miteinander ist – gerade auch vor dem Hintergrund der oben geschilderten Ziele – dann doch nicht ersetzbar.  

Was raten Sie anderen Visionären?

Wenn eine Idee nicht mehr aus dem Kopf verschwindet und auch das Umfeld sich hierfür begeistern lässt, idealerweise sich auch finanziell engagiert, dann sollte es in die Umsetzung gehen. Hindernisse und gewisse Modifikationen von Produkten oder Dienstleistungen wird es dann immer geben und sie sollten auch Berücksichtigung finden. Allerdings sollte der Fokus auf die Vision klar bleiben. Und am Ende gilt immer: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“.