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02 | 2025
12/27
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Oldenburgische IHK:

Immer gut beraten

Dass die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) für ihre Mitglieder stets ein hervorragender Ansprechpartner in unterschiedlichsten Belangen ist, ist bekannt. Von der Gründung über die Weiterentwicklung bis hin zur Nachfolge stehen die Experten hier zur Seite.

Hohe Nachfrage in der Nachfolgeberatung

Laut Nachfolgereport der Deutschen Industrie- und Handelskammern ist bundesweit die Zahl der Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine Nachfolgelösung suchen, dreimal so hoch wie die Zahl der Interessenten. Kein Wunder, dass insbesondere die Nachfolgeberatung zunehmend stark gefragt ist: Immer seltener gibt es einen fließenden Übergang in der Familie, vielmehr müssen Firmeninhaber nach Alternativen Ausschau halten. „Allein 2024 hat die Oldenburgische IHK über 300 Nachfolgeberatungen durchgeführt. Das ist mehr als in den Jahren zuvor, was die Relevanz des Themas unterstreicht“, so Michael Höller von der IHK. Die Gründe sind vielfältig. Neben dem demografischen Wandel, der die zahlreichen„Babyboomer“ über 55 Jahren mit dem Ruhestand liebäugeln lässt, haben deren Kinder oft andere Interessen und sind gut versorgt. „Das hören wir immer wieder in den Beratungsgesprächen“, sagt Michael Höller.

Unterstützung für Abgebende und Nachfolger

Emotionen spielen bei einer externen Nachfolgeregelung oft eine große Rolle. Dennoch ist Sachlichkeit gefragt, um das Beste für den Fortbestand des Unternehmens, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Wertschöpfung in der Region herauszuholen. „Man muss sich die Konditionen, die man auf dem Nachfolge-Markt bietet, sehr gut überlegen“, sagt Michael Höller. „Eine verständliche emotionale Bindung und unrealistische Preisvorstellungen sind häufige Stolpersteine für scheidende Unternehmerinnen und Unternehmer.“ Und gerade die Finanzierung ist für viele potenzielle Nachfolger oftmals die größte Hürde. „Hier lassen sich meist öffentliche Finanzierungshilfen in Anspruch nehmen“, empfiehlt der IHK-Experte. Als Partnerin der bundesweiten Nachfolgebörse nexxtchange bietet die Oldenburgische IHK eine regionale Nachfolgebörse an. „Wenn ein potenzieller Käufer gefunden wurde, beraten wir das abgebende Unternehmen bei den weiteren Schritten, auch in punkto öffentliche Finanzierungsförderung“, so Michael Höller. Allerdings darf die IHK nicht in allem beraten, beispielsweise sind steuerliche Aspekte oder eine Bewertung des Unternehmens außen vor. Sind sich alle einig, kann die IHK das Unternehmen bei der Erstellung eines gemeinsamen Nachfolgeplans für beide Parteien unterstützen – mit sämtlichen Pflichten und Meilensteinen eines Übergangs. „Und wichtig ist für alle, die ihr Geschäft in andere Hände geben: loslassen.“

Die Broschüre „Unternehmensnachfolge – die optimale Planung" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie enthält wertvolle Tipps sowie Checklisten und gibt einen sehr guten Überblick.Michael Höller
Referent
Existenzgründung | Unternehmensförderung | Unternehmensnachfolge

Tel. 0441-2220-305 | Mail


Das Notfall-Handbuch der IHK

Nicht immer ist eine geregelte Nachfolge Grund für Änderungen in der Geschäftsführung. Eine langwierige Krankheit, ein Unfall oder gar ein plötzlicher Todesfall können die eingespielten Abläufe im Unternehmen durcheinanderbringen. Und in vielen Fällen sind es leider solche Ereignisse, die einen Wechsel an der Spitze des Betriebs erzwingen, um das Fortbestehen zu sichern. Gemeinsam haben verschiedene IHKs ein Notfall-Handbuch erstellt. Es soll Anregung, Orientierung und Werkzeug zugleich sein, um die wichtigsten Informationen zusammenzustellen und notwendige Regelungen konkret umzusetzen.


Von Melanie Jülisch